Die Firma Veritas (jetzt zu Symantec gehörend) liefert seit vielen Jahren die Basis-Software für das Management großer Datenvolumina in Rechenzentren. Der Veritas Volume Manager (VxVM) zusammen mit dem Veritas Filesystem (VxFS) ermöglicht es, auf sehr elegante Weise und im vollen Betrieb Dateisysteme zu verwalten. Beide Produkte wurden mittlerweile zur Veritas Storage Foundation zusammengefasst.
Ein Hauptvorteil dieser Storage-Management-Software ist, dass Dateisysteme im laufenden Betrieb vergrößert, verkleinert und umstrukturiert werden können. Unvermeidlich anfallende Wartungsarbeiten können durchgeführt werden, ohne dass sich eine Serviceunterbrechung für die Anwender ergibt. Interne SLAs sind somit leichter einzuhalten. Zusätzlich erleichtert dies Planungs- und Administrationsaufgaben, da zum Beispiel im Vorhinein nicht exakt bekannt sein muss, wie groß ein Dateisystem gewählt werden muss, um ausreichend Wachstumsreserven zu bieten.
Aufgrund der weiten Verbreitung der Veritas-Software in Rechenzentren sind qualifizierte Mitarbeiter, die diese Software betreiben können, leicht verfügbar, zumal die Basisadministration schnell erlernbar ist. Alle unsere Systeme beinhalten auch ein zweitägiges Administrationstraining bei Lieferung.
Certasys verwendet VxVM, um den Inhalt je zweier Diskarrays, die in unterschiedlichen Räumen stehen, zu synchronisieren (host-based mirroring). Ein Array, das als abgeschlossenes Gerät einen Single Point of Failure darstellt, kann hierdurch nicht mehr zu einem Gesamtausfall des Systems führen. Um die Ausfallsicherheit noch weiter zu erhöhen, ist in den Lösungen ab 6 Terabyte (FS-8 bis FS-16) standardmäßig jede Festplatte über mehrere Wege erreichbar. Dieses Multipathing genannte Verfahren wird von VxVM als so genanntes Dynamic Multipathing (DMP) unterstützt.
Um überhaupt einen Ausfall überbrücken und um beide Seiten aktiv nutzen zu können, werden mit VxVM mehrere Diskarrays zu so genannten Diskgruppen zusammengefasst und einem Server zugeordnet. Die Diskgruppen können beliebig zwischen den beiden Rechnern verschoben werden, die diese dann nach außen zur Verfügung stellen. Dieser Vorgang ist mit dem Veritas Cluster Server Quickstart auch automatisierbar. Ausfallzeiten sinken so in den einstelligen Minutenbereich.